Neuerdings ist die Blogger-Bild ganz und gar in T-Magenta getaucht. Anne vermutet dahinter den Wunsch, neu eingenommenes Geld gleich wieder zu verbraten; ich glaube eher, dass das gezielte Boshaftigkeit ist.
Mir soll's egal sein; wenn ich die Blogger-Bild lese, dann über den RSS-Feed, so dass mir die Hauptseite erspart bleibt.
Wie die Fan-Übersetzer mitteilen wird Cartoon Network demnächst eine der erfrischensten Anime-Serien überhaupt ins Programm nehmen, DVDs werden demnächst auch erscheinen. Wunderbar, dann muss ich mich nicht mehr zwischen einer schleppend langsam vorankommenden englischen und einer mir unverständlichen spanischen Untertitelung entscheiden.
(Bobobo-bo Bo-Bobo kämpft gegen das böse Margarita-Imperium, das die gefürchteten Haarstehlergangs losschickt, um den Menschen ihre Haare zu stehlen und so Macht zu gewinnen. Dabei nutzt er unter anderem seine Fähigkeit, mit Haaren zu reden (sein Vater war ein Haar) und seine gefürchteten Angriff "Fist of the Nose Hair", ein peitschenhaftes Vorschnellen seiner Nasenhaare.)
Gestern, als wir in der Fachschaft diverse Schnappi-Varianten durchhörten, merkten ein paar Leute an, dass sie noch nie das eigentliche Schnappi-Lied gehört hätten. Vielleicht war das popkulturelle Verzichtswichtigtuerei in der Art von "Ich habe gar keinen Fernseher, und wenn, dann gucke ich nur arte und die tagesschau.", vielleicht kann man daran auch einen eklatanten Missstand erkennen.
Im Grunde sehe ich hier nämlich eine Benachteiligung all jener, die keinen Fernseher haben oder den nicht benutzen, Schnappi und Klingeltonwerbung gehören eigentlich zur medialen Grundversorgung - und weil man auch Leute, die nicht aktiv Medien konsumieren, miteinbeziehen will, plädiere ich dafür, Fußgängerzonen u.ä. mit Schnappi, Tweety und zukünftigen vergleichbaren Phänomenen zu bedecken.
Und ja, Freddy, die Pest gehörte zur medialen Grundversorgung des Mittelalters. Allerdings hatte da jeder die Gelegenheit, am Pest-Erlebnis teilzuhaben und musste sich deswegen nicht benachteiligt fühlen.
Damit Information wirklich frei sein kann müssen wir sie verteilen - ob die Leute das wollen oder nicht.
Wo ich gerade beim Thema Kaffee bin: barbarische Espressomaschine im Eigenbau. Ja, der Eigenbaumutantenfaktor ist cool, aber wenn der Druck nicht stimmt kommt am Ende doch nur Plörre raus. Da kann man dann auch gleich zum Pulver-Espresso greifen...
Durch glückliche Umstände bin ich soeben zu einer weiteren Kaffeemaschine gekommen. Jetzt steht eine alte kleine Gourmet glücklich neben der fast noch neuen großen Gourmet steht und wartet auf die Entkalkung.
"Aber, Dominik", fragen mich die tobenden Massen, "wozu brauchst Du zwei Kaffeemaschinen, die nach dem selben Prinzip arbeiten?", worauf ich nur antworten kann:
Um guten Kaffee zu machen, wozu sonst?
Nachtrag: Und weil das arme Ding verschenkt wurde, weil der Vorbesitzer jetzt so einen komischen Vollautomaten hat, weil der Typ edle Spender fast um die Ecke von hier wohnt, weil andere die Maschine bestimmt nicht zu schätzen wüssten. Und weil ich sie vielleicht mal für ein Büro oder sowas brauchen kann.
Diese Hack-Anleitung für Cola-Automaten funktioniert natürlich nicht bei dem Automaten im Bau 46. Hätte ich mir eigentlich auch denken können... Wildes zufälliges Herumdrücken auf den Tasten bringt einen übrigens auch nicht ins versteckte Debug-Menü, jedenfalls nicht bei meinen Testläufen. Ein Lichtblick: Der Kaffeeautomat, der auch Suppe ausgibt, weigert sich nicht, Anfragen nach "Gemüsesuppe extra-süß" oder "Gemüßesuppe extra Weißer" (oder so) treu auszuführen. So gehört sich das. Ich muss gestehen, dass ich die kurze Pause zwischen Eintippen meiner Befehle und Ausführen eben dieser (gefolgt vom automatischen Aufgleiten der Tür vor dem Ausgabeschacht) gelegentlich nutze, um dem Automaten mit strenger Stimme Befehle wie "Cappuccino, extra stark!" zu erteilen. Vielleicht, vielleicht glaubt ja wirklich mal ein Neuling, dass da eine Sprachsteuerung eingebaut ist. Für ein Positiverlebnis dieser Art macht man sich gerne zwanzigmal sinnlos zum Affen.
Anlässlich einer Seelenfangaktion im Auftrag des Fachbereichs fiel mir vor zwei Jahren oder so in einer hiesigen Schule auf, dass die Oberstüflinge da Rosen mit Briefen irgendwie anonym verschicken, wohl ein Postservice für Schüchterne, Ausgestoßene und Mutanten. Inzwischen habe ich mitbekommen, dass sowas anscheinend an mehreren Schulen üblich ist und finde das ziemlich gemein, dass es sowas bei uns damals nicht gab, vor allem nicht zu der Zeit, als ich selbst ein schüchterner ausgestoßener Mutant war. Bis zur 10. Klasse oder so hätte ich das total cool gefunden, später wäre mir das dann zu indirekt gewesen. Aber da war dann eh alles anders, ich selbst unter anderem auch.
In der gleichen Schule sah ich dann auch einen Gnom mit einem Nine-Inch-Nails-T-Shirt und fand den für einen Siebtklässler ziemlich cool, bis ich dann merkte, dass der Schriftzug nicht "NIN" sondern "NIKE" war. Blöde Falten, blöde Assoziationen. Blöder uncoole Siebtklässler! Blöde "hatten wir damals nicht, hätten wir gerne gehabt"-Aktion! Überhaupt kann ich Schüler (Schülende?) nicht mehr leiden, und wenn ich in irgendwelchen doofen TV-Sendungen Leute mit Beruf "Abiturient(in)" sehe beschimpfe ich die gerne.
Muss man auch mal sagen: Erstens, dass ich heute laut und deutlich sagen kann, dass ich den Valentinstag scheiße finde, ohne in die Trauben-viel-zu-sauer-Ecke zu geraten, so von wegen weil seit fast einem halben Jahr beziehungsglücklich und trotzdem nicht gezwungen, schon wieder ein Geschenk oder gar eine peinliche Karte oder rote Stachelblumen ranzukarren und Romantik sowieso besser spontan und so und zweitens, dass sie heute in der Cafèté verdammt gute Bagel mit Spargel und Lachs hatten. Mohn-Bagel mit Spargel und Lachs, wahrlich grandios!