Dienstag, 18. Januar 2005

Wie bei Wilfried, bloß andersrum: Bei uns wird demnächst ein Zimmer frei. Der andere Mitbewohner zieht aus ("wohl so im April, irgendwie"), Freddy schnappt sich dessen Zimmer und deshalb ist Freddys Zimmer zu haben.

Knapp lässt sich unser Gesuch als "NichtrauchendeR MitbewohnerIn gesucht für Zimmer in unkomplizierter, netter Drei-Etagen-WG mit zwei Wohnzimmern, beleuchtetem Einbau-Barschrank und DSL im Herzen von Kaiserslautern (soweit es sowas gibt). " zusammenfassen, ausführlicher heißt das:

  • 2 Wohnzimmer
  • großes Bad mit 2 Waschbecken, Wanne und Bidet
  • seperates WC (seperat vom Bad, nicht von der Wohnung)
  • Waschmaschine, Spülmaschine, Umluftherd, Mikrowelle, DSL, ISDN-XXL, WLAN
  • mitten zwischen Fußgängerzone, Havannah & Kaiserslautrer "Nachtleben"
  • Anwohnerparkplätze vor der Türe
Interessierte schreiben bitte an mutterallerwgs ät gmail dott com und erfahren dort mehr Details. Ach, das G in WG ist schon einigermaßen wichtig für uns - natürlich haben wir Türen, aber man sollte sich nicht die ganze Zeit dahinter verstecken.

Ich bin zwar nicht Anke Gröner, aber ich versuch's auch mal: "Dann mach mal, Blogosphäre. Ich vertrau auf dich."

Von erdferkel um 20:31h in WGeskes | 0 Kommentare |comment

 

Montag, 17. Januar 2005

So ein mistiges Insekt (vermute ich, schwer) hat mich in den Oberarm gebissen (gestochen, wie auch immer), und natürlich muss sich das ganze fies entzünden und fett anschwellen. Ganz anders als sonst, ganz un-öko, beschließt mein Hausarzt ein antibiotisches Flächenbombardement. Cool, denke ich mir, Antibiotika hab ich seit zehn Jahren nicht mehr geschluckt, also immer nur runter mit dem Zeug, kann so schlimm nicht sein. Allemal besser als einem Zombievirus zu erliegen und die Mitbewohner zu fressen, das mit Lionels Mama wäre bestimmt auch nicht passiert, wenn sie rechtzeitig den richtigen Arzt gefragt hätten; Rattenaffen sind ja auch sowas wie Insekten.

Die Realität ist natürlich anders, nämlich auf eine reichlich unspektakuläre Art und Weise unshmoov. Zwar kann man Wechsel zwischen Hunger und Übelkeit, sanft unterlegt mit leichten Kopfschmerzen, nicht eindeutig den Tabletten nachweisen, immerhin hat Zombifizierung ähnliche Symptome, aber ich habe mich für einen Sündenbock entschieden und werde meine Meinung nicht mehr von Banalitäten wie Indizien oder Tatsachen beeinflussen lassen. Offensichtlich hat die Insektenschaft der Nordhalbkugel den winterlichen Waffenstillstand gebrochen, bestehende Gräben noch weiter ausgehoben und die Feindschaft auf eine persönliche Ebene gezerrt. Das bedeutet vor allem, dass ich jetzt ernsthaft sauer bin und das an meiner Umwelt auslassen oder zumindest Übeltäter mehr als sonst üblich beschimpfen werde.

Oder ich bleibe einfach zu Hause und bin beleidigt.

Von erdferkel um 21:46h in Anekdoten | 0 Kommentare |comment

 

Freitag, 14. Januar 2005

Wenn ich mal richtig reich bin, dann gründe ich auch eine Stiftung, such mir einen (wodurch auch immer) ganz berühmten Wissenschaftler und sorge dafür, dass der als "Dominik D. Freydenberger Stiftungs-Professor" an einem mindestens mittelbedeutenden Fachbereich unterkommt. Das ist gar nicht schwer, ich muss dazu nur einen der einflussreicheren Profs überzeugen, der nervt dann einfach die anderen Profs und wischt alle eventuellen Bedenken beiseite. Als Farce inszeniert man dann noch ein getürktes Berufungsverfahren, bastelt einen auf den Leib geschneiderten Ausschreibungstext und inseriert nicht in den üblichen Zeitungen, sondern nur im Staatsanzeiger. Dann ist es auch egal, ob der Professor bei seinem Vortrag was drauf hat oder nicht, genommen wird er sowieso - weil die lauten Macher das wollen und die leisen Bedenkenträger die Fresse halten, statt das ganze auch nur mal kurz in einer Fachbereichsratssitzung zu hinterfragen. Außerdem ist der Mann ja berühmt, und darauf kommt es an.

Sollte ich nicht reich werden, dafür aber einflussreicher Professor der Stilrichtung "lauter Macher", gelobe ich, meinem größten Karriereförderer einen Ehrendoktor zuzuschanzen. Meine Position im Fachbereich erkennen dann alle daran, dass bei meinem Vorschlag keiner groß widersprechen wird. Nicht unbedingt, weil er gut ist, sondern weil alle wissen, dass ich sonst ganz, ganz böse würde.

Von erdferkel um 12:10h in Uni | 0 Kommentare |comment

 

Donnerstag, 13. Januar 2005

Eines der Computerspiele, die ich vor vielen, vielen Jahren aus einer Grabbelkiste gezogen, lange gespielt und doch nicht fertig bekommen habe ist Tangled Tales, ein spuddeliges aber ganz nettes Rollenspiel von Origin (damals berühmt durch die inzwischen immer mehr in Vergessenheit geratende Ultima-Reihe und später Wing Commander, das inzwischen das gleiche seltsame Schicksal wie Mortal Kombat ereilt hat - "ach, da gab's nicht nur den Film/die Serie, sondern auch Spiele?").

Die meisten dieser unbeendeten Spiele hab ich, Komplettlösungen gibt's ja im Netz, vor ca. drei Jahren in einer mehrtägigen Phase des Einsiedlertums endlich mal zu Ende gespielt, nur für Tangled Tales war ich irgendwie zu blöd. Seit Jahren komme ich an dem einen, blöden, miesen Monster nicht vorbei; leider ist diese Mistkröte nichtmal ein Obermotz sondern nur ein relativ unwichtiger Nebengegner. Die einzige verfügbare Komplettlösung weiß zwar Rat ("Get past the devourer by casting time distortion."), aber ich habe keine Ahnung, wie ich das umsetzen soll.

Seit 1991 ist das ein ungelöstes Problem für mich, und langsam werde ich sauer. Und dabei ist das Spiel zwar nett, aber gewiss nicht so gut.

Von erdferkel um 21:24h in Anekdoten | 0 Kommentare |comment

 

Zum ersten Mal seit ewigen Zeiten musste heute eine ganz normale Fertig-Pizza sterben, ganz ohne Extra-Käse, -Pilzen, -Salami oder was auch immer. Nicht aus Abnehmgründen, sondern einfach so. Die letzten paar Kreationen (z.B. die Sechs-Käse-Pizza mit zwei Sorten Salami) waren schon ein wenig exzessiv, das ganze "Pimp my pizza" zu nennen kann einen schon zu blöden Ideen verleiten.

Von erdferkel um 21:18h in Konsumwahn | 0 Kommentare |comment